Umgebungsmanagement

Schadnagerbefall entsteht, weil der Lebensraum und die Umwelt den Tieren die Mittel zum Überleben zur Verfügung stellen. Der Lebensraum bietet ihnen Nahrung und Wasser, sowie einen Ort, an dem sie leben, sich frei bewegen und erfolgreich vermehren können.

Je weniger von diese Faktoren vorhanden sind, desto kleiner ist die Tragfähigkeit des Lebensraums und desto geringer sind die Nageraktivitäten.

Eines der Ziele der zuvor beschriebenen Untersuchung bzw. Analyse des Befallsgebiets ist es, herauszufinden, wo die Schadnager Nahrung, Trinkbares und Unterschlupf finden, sowie die Ermittlung der Aktivitätsräume.

In einem effektivem Programm muss zunächst versucht werden, diejenigen Bereiche der Umgebung zu identifizieren, die in dieser Hinsicht kritisch sind. In dem Programm muss dann auch ermittelt werden, wie und wo die Verfügbarkeit dieser Komponenten geändert werden soll, um sowohl die Bekämpfung als auch um längerfristig sicherzustellen, dass der Befall nach Abschluss der Bekämpfung nicht wiederkommt.

Die Identifizierung und Entfernung der Nahrungs- und Wasserquelle ist hierbei ein naheliegender Schritt. Da dies jedoch nicht immer möglich ist, sollte, soweit dies praktikabel ist, der Zugang der Nagetiere zu Nahrung und Wasser durch Ausschluss und Nachweisbarkeit begrenzt werden.

Die Identifizierung und Entfernung der von den Nagetieren genutzten Lebensräume und der Deckblätter ist ebenfalls ein integraler Bestandteil jeder integrierten Strategie.

Die Verringerung der Aufnahmefähigkeit der Umgebung sollte nicht nur als wesentlicher Teil des Programms gesehen werden, sondern auch als ein Beitrag zum sicheren Einsatz von Rodentiziden und zur Verringerung der Umweltrisiken gesehen werden. Je geringer die Aufnahmefähigkeit, desto weniger Nagetiere gibt es und desto geringer ist der Bedarf an chemischen und physischen Bekämpfungsmethoden.